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Dr.José Rizal

Kurzbeschreibung

José Protasio Rizal Mercado y Alonso Realonda

*19.Juni 1861 in Calamba City auf Luzon;†30.Dezember 1896 in Manila

...war ein philippinischer Schriftsteller, Patriot, Arzt, dessen Leben und literarisches Werk eine Inspiration für die philippinische Unabhängigkeitbewegung darstellte, u.a.der Katipunan.

Familiengeschichte

Rizal war der siebte von elf Kindern und wurde in der Stadt Calamba in der Provinz Laguna geboren.Rizal galt als chinesischer Mestize, da er in fünfter Generation von Domingo Lam - co abstammte.Jener wanderte aus der Fujian - Provinz von China Ende des 17.Jahrhunderts auf die Philippinenein, heiratete eine chinesische Mestizin und ließ sich als Händler nieder.Lam - co musste aufgrund eines Erlasses des Generalgouverneurs einen spanischen Nachnamen wählen.

Ausbildung

Rizal reiste nach Manila ab, um in Ateneo Municipal de Manila zu studieren, wo er 1877 den Titel eines Bakkalaureus der philiosophischen Fakultät errang.Er setzte seine Ausbildung in Ateneo fort, um Landvermesser zu werden und schrieb sich gleichzeitig in der Universität Santo Tomás für die Fächer Literatur und Philosophie ein.

Stationen seines Lebens...

  • Manila, Studium in Literatur, Philosophie und Medizin (abgebrochen)
  • Madrid, Studium in Medizin (fortgesetzt und abgeschlossen)
  • Paris, Praktizieren als Augenarzt (Mutter ist erblindet)
  • Heidelberg, Mitarbeiter des renomierten Dr.Otto Becker

Werke und Erbe

Rizals Bücher, vor allem sein berühmtes Werk „Noli me tangere", das in Berlin herausgegeben wurde, übten Kritik am herrschenden gesellschaftspolitischen System und vor allem am Machtmissbrauch der Römisch - katholischen Kirche und der spanischen Priester und Mönche.In „Noli me tangere" werden Korruption, Landraub und sogar sexueller Missbrauch einheimischer Frauen durch spanische Mönche dargestellt oder angedeutet.

1892 kehrte er aus Europa auf die Philippinen zurück und gründete die reformistische Liga Filipina, die jedoch sofort vom spanischen Gouverneur aufgelöst wurde.

Verurteilung und Hinrichtung

Infolge seiner politischen Aktivitäten gegen die spanische Regierung der Inseln wurde er vor Gericht gestellt.Zuerst wurde er zum Exil in Dapitban in der Provins Zamboanga del Norte verurteit.Nach Verbüßung seiner Strafe im Jahre 1896 begehrte er zugunsten Spaniens zu dienen, ein Wunsch der ihm persönlich vom spanischen Gouverneur genehmigt wurde.Er reiste in Richtung Kuba ab, um dort als Mediziner für die spanische Armee zu arbeiten;

Am 30.Dezember wurde Rizal in Bagumbayan in Manila hingerichtet.Am Tag vor seinem Tod hatte er auf der Bestätigung seines Todesurteils die ethnische Bezeichnung „mestizo chino" herausgestrichen und durch „indio" ersetzt und sich damit zum Volk bekannt.In der Nacht vor seiner Hinrichtung schrieb er das Gedicht „Mi ultimo adios" (Mein letztes Lebewohl), das er heimlich seiner Schwester gab.Das Gedicht wurde den philippinischen Revolutionären der damaligen Zeit zur Inspiration, wurde aber auch Jahrzehnte später von indonesischen Revolutionären vor entscheidenden Schlachten gelesen.

Denkmäler

Es gibt ein großes Denkmal in dem Ort, wo er erschossen wurde, das von einem Schweizer geschaffen wurde.1972 prägten die Philippinen zu seinem Gedenken eine 1 - Peso - Münze.Des weiteren gibt es in Manila, im Stadtbezirk Intramuros die Festung Fuerza de Santiago aus spanischer Kolonialzeit, in der Rizal vor seiner Hinrichtung eingekerkert war.Diese Festung beherbergt heute ein Museum, in dem u.a.Austtellungsstücke von und über Rizal zu sehen sind, z.B.der Text des Gedichtes Mi ultimo adios in mehren Sprachen, auch auf deutsch, und ein Schrein zu Ehren Rizals.Der 30.Dezember ist Rizal zu Ehren ein Nationalfeiertag auf den Philippinen.

 

 



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