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Geschichte
Geschichte des philippinischen Stockkampfes
Geographische Lage - Bevölkerung
Die Philippinen sind eine Inselgruppe im malaiischen Archipel auf der Grenze des Pazifischen Ozeans im Osten und dem Südchinesischen Meer im Westen.Sie bestehen aus 7107 Inseln uns erstrecken sich über 1600 km oder 864 Seemeilen.Ca.3000 von den Inseln haben einen Namen.90% der gesamten Staatsfläche verteilen sich auf die 11 größten Inseln.

Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus Malaien bzw.Filipinos indonesischer Abstammung und Negritos in den Gebirgslandschaften.Hinzu kommen Fremdstämmige,z.B.Chinesen oder Spanier,die sich mit den Filipinos vermischt haben.
Es gibt offiziell 87 verschiedene Dialekte.Tagalog ist die Landessprache.
Die Bevölkerung ist überwiegend römisch - katholisch.

Entwicklung der Bevölkerungsstruktur v.Chr.
25 000 v.Chr.waren die Philippinen noch Teil des Festlandes.Die Aetas,auch Negritos wanderten ein.Die kleinwüchsigen,dunkelhaarigen Pygmäen mit dunkler gelblicher Hautfarbe waren mit Stöcken sowie Pfeil und Bogen bewaffnet und mussten den malaiischen Stämmen ausweichen,die mit eisernen Waffen und den Techniken des Tjakalele,der indonesischen Form des Stockkampfes und einer der Urformen des Kali,diesen überlegen waren.Dadurch wurden die Kampfkünste der Filipinos durch die Herstellung und Anwendung geschmiedeter Waffen und Messer bereichert.

Die Invasion n.Chr.
Die hinduistisch - buddhistischen Einflüsse
Um ca.1200 n.Chr.gelang den Chinesen während der Ming - Dynastie die Eroberung der Inseln.In einigen Schlachten mußten sie blutige Niederlagen gegen die nur mit Stöcken und Flammenschwertern (sog.Kris) bewaffneten Eingeborenen einstecken.Neben der Porzellanherstellung und verschiedener Haushaltsgeräte brachten die Chinesen auch Kampftechniken mit.Das Kuntao,der philippinische Hand - und Fußkampf,ist von ihnen verbreitet worden.
Die islamische Einflüsse
Um 1380 gewann der Islam auf den südlichen Inseln an Einfluß und hat sich bis heute erhalten,z.B.auf Mindanao und Sulu.Im 16.Jahrhundert gab es auf den genannten Inseln sogar mehrere Sultanate.Der Einfluß auf die philippinischen Kampfkünste zeigte sich vor allem in der Vielzahl der Formen und Typen von Messern und Schwerten,wie z.B.
- Kris
- Punal
- Panabas
Kris
- Entstehungszeit: ca.15.Jahrhundert
- Einsatzzeit: bis heute
- Gesamtlänge: ca.35 cm
- Klingenlänge: ca.20 - 70 cm
- Klingenbreite: ca.2 cm
- Griffstück: Metall,Holz,Elfenbein
Der Kris,auch als Keris bekannt,ist ein asymmetrischer Dolch aus Südostasien,verbreitet insbesonders in Malaysia,Indonesien und den Philippinen.Das Wort Keris stammt aus der malaiischen Sprache und bedeutet Dolch.Der Kris wird als Stoßwaffe eingesetzt.Es gibt spezielle Varianten,die zur Hinrichtung mittels Stoß in die Region zwischen Schlüsselbein und Schulter verwendet wurden.
In der malaiischen Kultur hat der Kris auch spirituelle Bedeutung.Manche dieser Dolche wird eine Seele oder Eigenleben nachgesagt.Es gibt zahlreiche Legenden um besonders blutdürstige Dolche,die ihren Besitzer zu Amokläufern machten.Auch mit der Klingenspitze auf einen Menschen zu zeigen soll Unheil,gar den Tod dieser Person bringen.
Wegen seiner kulturellen und spirituellen Bedeutung setzte die UNESCO den Krias 2005 auf die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit.
Punal
- Einsatzzeit: bis heute
- Gesamtlänge: bis ca 50 cm
- Klingenlänge: ca.15 - 40 cm
- Klingenbreite: ca.0,65 - 8 cm
- Griffstück: Holz,Horn,Elfenbein
Der Punal (oder Gunong,Punal spanisch für Dolch) ist ein Dolch von den Philippinen.
Der Punal wurde von den Stämmen der Moro als Waffe entwickelt.Bedingt durch das große Verbreitungsgebiet gibt es viele verschiedene Versionen.
Der Punal hat eine kräftige,ein oder zweischneidige Klinge aus Schmiedestahl und bei manchen Exemplaren auch aus Damaszenerstahl.Der Klingenquerschnitt kann flach oder rhombusförmig sein.Manche Klingen haben einen Mittelgrad.Die Griffform ähnelt meist einem Pistolengiff.Die Scheiden werden meist aus Holz gefertigt.Der Griff und die Scheiden sind meist mit silbernen Beschlägen verziert.
Panabas
- Einsatzzeit: bis heute
- Gesamtlänge: ca.80 cm
- Klingenlänge: ca.50 cm
- Klingenbreite: ca.0,95 cm
- Griffstück: Holz,Metall
Das Panabas (auch Lantip oder Tabas) ist eine Hiebwaffe der Moro auf den Philippinen.Es wurde auch als Richtschwert benutzt.
Das Panabas wurde von den Moro Stämmen entwickelt.Es dient normalerweise als Busch -,Kriegs - oder Arbeitsmesser.Es diente aber auch bei Hinrichtungen als Exekutionswaffe.Es wird auch heute noch in dem philippinischen Kampfsport Escrima benutzt.
Das Panabas besitt eine lange,gebogene oder abgeknickte Klinge.Die Klinge hat keinen Hohlschliff (fälschliche Blutrinne) und keinen Mittelgrad.Sie ist auf ganzer Länge gebogen oder hat kurz nach dem Heft (Griff) einen nach oben laufenden Knick.Der Ort (Spitze) ist schräg oder gerade (abgeschnitten),aber bei manchen auch lang,spitz auslaufend.Bei den Modellen mit der abgeschrägten Spitze findet sich an der Schräge ein nach oben zeigender Dorn,ebenso wie beim Kampilan.Die Klinge ist etwa 50 cm lang.Die Gesamtlänge beträgt etwa 80 cm.Der Heft besteht meist aus Holz und ist mit Messing - und / oder Kupferringen verstärkt.Der Knauf besteht aus einer Metallplatte,die den Heft abschließt.
Die christlichen Einflüsse und die Entwicklung während der Weltkriege
Im Jahre 1521 landete Magellan,ein portugiesischer Seefahrer im Auftrag der Spanier bei seiner Weltumsegelung auf den Philippinen und machte christliche und spanische Besitzansprüche auf die gesamten Philippinen geltend.Von ihm ist das noch heute existierende Holzkreuz auf der Insel Cebu.Mit dem verbündeten Häuptling Humabon traf er eine Abmachung,dessen gefährlichen Nebenspieler Lapu Lapu zu beseitigen und griff diesen auf Mactan an,einer kleinen Insel vor Cebu.Die Spanier waren in Rüstungen und mit schweren Waffen (Musketen) ausgerüstet.Die Inselbewohner attackierten unter der Führung von Lapu Lapu die unbeweglichen Spanier mit ihren Rattanstöcken und feuergehärteten Lanzen schon im Wasser und erschlugen Magellan und die gesamte Besatzung von fünf Schiffen.
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